Artikel über Abi Wallenstein und Blues Culture in den Kieler Nachrichten vom 31.12.2007

Kiel "Wir sind motiviert bis unter die Haarspitzen", verspricht Abi Wallenstein gleich zu Beginn des Konzerts im vollbesetzten KulturForum und nimmt damit seinen beiden Mitmusikern, Steve Baker und Martin Röttger, alias Blues Culture, das Wort aus dem Mund.

Natürlich darf sich der 62-jährige Wallenstein nach wie vor als unangefochtener Herrscher der Bluesrepublik Deutschland fühlen: Sein Gesang ist von einer brüchigen Transparenz, sein Gitarrenspiel gleichzeitig schlicht und vertrackt, reich an unaufdringlicher Finesse und lautmalerischer Erfindungsgabe. Vom glasklaren Zirpen bis zum dreckstarrenden Fauchen reicht das faszinierende Klangrepertoire, das er seiner uralten Guild entlockt; und in Sachen Rhythmusvermittlung macht ihm eh keiner was vor.

Da werden selbst reservierte Norddeutsche zu hüftschwingenden Blues-Brüdern und -Schwestern und shaken den Bacon, machen "Yeaaah!" und "Wauuu!" und patschen enthemmt in die Hände, so dass Wallenstein sie irgendwann freundlich bitten muss, sich doch lieber aufs Fingerschnippen zu beschränken.

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31. Dezember 2007 von Jens Raschke, Kieler Nachrichten



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Abi Wallenstein in den Kieler Nachrichten vom 31.12.2007